Der azv Südholstein informiert:

Schadstoffsanierung abgeschlossen: Umbau der Vorklärung geht weiter
Geschwindigkeitsmesser am Ortseingang mahnt Autofahrer zur Langsamkeit

Keine Spur mehr von Asbest: Das gilt zumindest für die zwei sich zurzeit im Umbau befindlichen Becken der Vorklärung im Klärwerk Hetlingen. Wie geplant wurde die Schadstoffsanierung dort Ende Oktober abgeschlossen.

Im Juli hatte eine Routineuntersuchung überraschend ergeben, dass für die Originalbeschichtung der Becken aus den 70er Jahren asbesthaltige Materialen benutzt wurde. Der azv hatte die anstehenden Betonarbeiten daraufhin sofort gestoppt und zunächst die Schadstoffsanierung der betroffenen Becken in Auftrag gegeben. Gut zwei Monate hat es gedauert, die Betonwände unter strengen Sicherheitsvorkehrungen sandzustrahlen und die Altlast aus den Gründungszeiten des Klärwerks zu beseitigen. Das abgetragene Material wurde direkt in staubdichte Behälter geleitet und wird bis Mitte Dezember abtransportiert.

Inzwischen sind die Einhausungen, die während der Schadstoffsanierung den Blick auf die Becken versperrt hatten, wieder verschwunden und die Baufirmen haben mit den ursprünglich für den Sommer vorgesehen Abbruch- und Betonarbeiten begonnen. Aufgrund der Verzögerungen durch die Schadstoffsanierung wird die neue Maschinentechnik nicht mehr in diesem Jahr, sondern erst im kommenden Frühjahr montiert. Geplant ist, die Vorklärbecken im Rahmen der Modernisierung der mechanischen Reinigungsstufe des Klärwerks um etwa die Hälfte zu verkürzen und mit einem modernen Bandräumer zu versehen.

Sobald die ersten beiden Becken wieder einsatzfähig sind, beginnt der Umbau der zwei übrigen Vorklärbecken. Ursprünglich sollte die Modernisierung der gesamten Vorklärung Ende Juli 2016 abgeschlossen sein. Aufgrund der Asbestproblematik und der aufwändigen Schadstoffsanierung wird sich der Abschluss der Baumaßnahme nun um einige Monate verzögern.

Während des Umbaus der Vorklärung sorgt übrigens eine provisorische Pumpleitung zuverlässig dafür, dass die Abwassermengen auch bei starken Regenfällen durch das Klärwerk geleitet werden: Schließlich ist die Vorklärung während der Baumaßnahme nur zur Hälfte einsatzfähig. Das Herbstwetter im November sorgte dafür, dass die Pumpleitung erstmals rund um die Uhr in Betrieb war. An einem besonders verregneten Sonntag wurden am Zulauf des Klärwerks über 200.000 Kubikmeter Wasser gemessen, das sind etwa 130.000 Kubikmeter mehr als an einem normalen, trockenen Tag! Das provisorische Pumpwerk hat diese Herausforderung bestens gemeistert.

Auch um die Aufstellung eines Geschwindigkeitsmesser hat sich der azv inzwischen gekümmert: Einige Hetlinger hatte im Zuge der Infoveranstaltung zur Baumaßnahme beim azv darauf gedrängt, dass der im Zusammenhang mit der Dükerbaustelle aufgestellte Tempomesser auch während der Umbaumaßnahmen im Klärwerk erhalten bleibe. An der Ortseinfahrt aus Richtung Holm werden Autofahrer nun von einem grün leuchtenden „Danke“ oder einem roten „Langsam!“ begrüßt. In diesem Sinne: Machen Sie langsam, genießen Sie die Adventszeit und die Festtage kommen Sie gut ins neue Jahr!

Mittendurch: Die Abbrucharbeiten an der Vorklärung haben begonnen. Im Frühjahr soll die neue Maschinentechnik an den verbleibenden Beckenabschnitten montiert werden. Fotonachweis: ©azv Südholstein/Eckert