Dämmerungszeit ist Zeit der Wildunfälle!

Im Jahre 2015 haben die Hetlinger Jäger an der Holmer Straße und an der Straße Richtung Haseldorf blaue Reflektoren angebracht, um die Wildunfälle in diesen Bereichen zu verringern. Wir haben zwar keine Statistik geführt, gehen aber davon aus, dass dadurch die Zahl der Unfälle mit Rehwild um Hetlingen herum ebenso abgenommen hat wie es die Jägerschaft landesweit feststellen konnte.Dennoch möchten wir zu Beginn des dunklen Jahreszeit noch einmal darauf hinweisen, dass die Hauptzeit für Wildunfälle abends zwischen 17 und 0 Uhr und morgens zwischen 5 und 8 Uhr liegt. Die Wildwechsel befinden sich an der Holmer Straße zwischen Schleusenkrug und Grüner Damm und kurz vor dem Ortsschild Hetlingen sowie an der Straße nach Haseldorf vor und hinter der Einfahrt zum Grünen Damm.
Wie verhalten Sie sich am besten, um Wildunfälle zu vermeiden?
An den genannten Stellen ist besondere Vorsicht geboten, also eine angemessene Geschwindigkeit einhalten, um einen kurzen Bremsweg zu haben. Rehe tauchen oft in kleinen Gruppen auf, wenn Sie ein Reh sehen, sind andere Tiere meist in der Nähe. Rehe schauen ins Licht. Wenn Sie Fernlicht eingeschaltet haben und Zeit zum reagieren haben, schalten Sie es aus. Wenn ein Reh auftaucht, auf jeden Fall Gas wegnehmen, zur Not sogar eine Vollbremsung machen. Ist der Bremsweg nicht mehr ausreichend, um eine Kollision zu vermeiden, sollte der Reflex zurückgehalten werden, ein Ausweichmanöver einzuleiten. Die Gefahr ist zu groß, mit einem anderen Wagen zusammenzustoßen oder die Kontrolle über das Fahrzeug zu verlieren. Gegen einen Baum zu fahren, ist gefährlicher als die Kollision mit einem Tier.
Wichtig! Eine Vollbremsung für Niederwild (Hasen und andere Kleintiere) kann zum Eigentor werden, wenn Ihnen dadurch jemand hinten auf fährt.
Was tun, wenn es zu einem Wildunfall gekommen ist?
Sollte es zum Unfall gekommen sein, halten Sie auf jeden Fall an.
Sichern Sie die Unfallstelle mit Warnblinklicht und Warndreieck ab. Entfernen Sie das tote Wild von der Straße, so dass keine weiteren Fahrzeuge darüber fahren und beschädigt werden können.
Lebt das Reh noch, fassen Sie das Tier nicht an!
Erster Ansprechpartner sollte die Polizei sein, welche Sie kostenlos mit Ihrem Handy über 110 erreichen.
Verstoßen Sie nicht gegen das Tierschutzgesetz und machen Sie sich nicht wegen Wilderei strafbar!
In der Regel wird die Polizei den Jagdpächter rufen, in dessen Revier sich der Unfall ereignet hat, welcher das Wild dann verwertet bzw. entsorgt.
Vielleicht lebt das Tier noch und liegt schwer verletzt im Straßengraben oder hat sich mit letzter Kraft auf die angrenzenden Felder gerettet. In diesem Fall wird sich der Jagdpächter auf die Suche nach dem verletzten Tier machen, bevor es qualvoll verendet. Beim Entfernen vom Unfallort würden Sie gegen das Tierschutzgesetz verstoßen, sollte das Tier noch am Leben sein.
Nehmen Sie das Wild nicht eigenmächtig mit, das würde den Straftatbestand der Wilderei erfüllen!
Bitten Sie den Jagdpächter oder die Polizei um eine Unfallbescheinigung für den Wildunfall!
Ausschlaggebend für die Anerkennung eines Wildunfalls ist für Ihre Teilkaskoversicherung das Vorhandensein entsprechender Belege, also der Tierkörper oder -kadaver oder Überreste wie Haare oder Schweiß (Blut) am Unfallfahrzeug. Ohne diese Belege bleiben Sie womöglich auf den Kosten für den Schaden sitzen. Eine Begehung des Unfallortes sowie eine genaue Besichtigung des Unfallfahrzeuges sind also notwendig, um einen Wildunfall als solchen zu erkennen. Der Jagdpächter kann bereits eine entsprechende Bescheinigung nach Wildunfall ausstellen, die den Unfall belegt. Es ist ratsam, den Schadensnachweis aus versicherungstechnischen Gründen zusätzlich fotografisch zu dokumentieren.
Ihre Hetlinger Jäger und Jägerinnen wünschen Ihnen allzeit eine unfallfreie Fahrt und ungetrübte Freude am Anblick unseres heimischen Wildes!
Sie können unsere Jagdpächter und Jagdaufseher telefonisch erreichen:
Jan-Hinnerk Groth: 0173 58 46 235
Jonn-Heinz Bernhardt: 04103/ 86305
Claas Tonner: 0160 55 56 183